Das konkrete Wahlprogramm der SPÖ Region Eibiswald.

Unser Wahlprogramm enthält keine allgemeinen Formulierungen, sondern konkrete Ziele, abgestimmt mit der Bevölkerung.

Gruppenfoto SPÖ Eibsiwald
SPÖ Eibiswald

Arbeitsprogramm 2015-2020 der SPÖ REGION EIBISWALD

Wir sind stolz darauf, dass unser Arbeitsprogramm für die Großgemeinde gemeinsam mit der Bevölkerung erstellt werden konnte. Beinahe ein Viertel der Haushalte haben den Fragebogen ausgefüllt und zurückgesandt. Sie haben sich somit direkt an der Entscheidung beteiligt. Ebenso hat ein Drittel der befragten Jugendlichen über Facebook ihre Wünsche geäußert und darüber abgestimmt, welche Anliegen sie an die neue Gemeindeführung haben. In vielen Sitzungen und Einzelgesprächen davor hat unser Wahlkampfteam die relevanten Themen aufbereitet. Nun liegt das Gesamtwerk vor. Wir haben es vom SPÖ-Vorstand einstimmig beschlossen. Nun stellen wir es der Bevölkerung vor und bedanken uns recht herzlich für die aktive Mitarbeit.

KERNAUSAGE

Stärkung aller sechs Ortsteile, um dadurch gemeinsam zu einer starken Marktgemeinde zu wachsen.

 

ORTSTEILE erhalten.

Volles Bekenntnis zur Weiterentwicklung der Ortsteile. Unter dem Motto „ALT vor NEU“ sollen die bestehenden Gemeindeämter auch weiterhin als Außenstellen der neue Gemeinde genützt werden. In leerstehenden Räumen sollen Begegnungszentren entstehen, die der Jugend-, Vereins-, Tourismus-, sowie Kunst- und Kulturszene eine gute Infrastruktur bieten. Die Bevölkerung muss Sicherheit haben, dass ihre gewohnte Infrastruktur auch bestmöglich erhalten bleibt. Das wird sie dazu bewegen auch weiterhin in ihren freiwilligen Vereinen für die Gesellschaft tätig zu sein. Zur Sicherung der Nahversorgung in den Ortsteilen muss es eine Wirtschaftsförderung geben, um einen Mindeststandart aufrechterhalten zu können.

Gezieltes Ortsmarketing mit dem Fokus auf die Stärkung der Ortsteil-Zentren soll dies garantieren. Durch die Raumordnung (Flächenwidmung und Entwicklungskonzept) sollen Schwerpunkte für die Berg- und Tal-Zonen entwickelt werden, die der Abwanderung insgesamt entgegenwirken.

VEREINE unterstützen.

Die Vereine in allen Ortsteilen sind ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Deshalb werden wir sie weiterhin bestmöglich unterstützen und fördern. Ein eigener Vereinskoordinator soll in der Gemeinde für die Unterstützung der Vereinsanliegen eingesetzt werden. Ein gerechtes Fördermodell soll den Bestand sichern. Jene Vereine, die gezielte Jugendarbeit leisten sollen zusätzlich Sonderförderungen erhalten.

JUGEND Raum geben.

Unser besonderes Augenmerk gilt der Jugend. Durch ein Jugendtaxi oder Taxigutscheine, eigene Jugend- und Sportveranstaltungen, freie WLAN-Zonen in Jugendtreffs, offene Jugendarbeit, sowie die Möglichkeit sich an den Entscheidungsprozessen der Gemeinde zu beteiligen soll erreicht werden, dass sich die Jugend hier in unserer Großgemeinde wohl fühlt.

Damit sich Jungfamilien ansiedeln, braucht es auch Spiel-und Sportplätze, ein Gesundheit & Fitnessangebot, sowie ein gutes Kulturangebot. Mit dem Angebot „Weekend Night Sports“ soll den Jugendlichen eine attraktive Alternative an den Wochenenden zur Verfügung stehen.

ARBEITSPLÄTZE sichern und ermöglichen.

Eibiswald als Wirtschaftsstandort ist für ein eigenes Standortmarketing trotz Fusion zu klein. Deshalb braucht es eine gemeindeübergreifende Kooperation, welche eine ständige Weiterentwicklung von Wirtschaft und Tourismus sicherstellen kann. Die nächsten größeren Wirtschaftsstandorte sind Deutschlandsberg und Leibnitz. Dazwischen gibt es nur kleinere. Durch ein gemeinsames Auftreten mit dem angrenzenden Wirtschaftsraum würden sich die Chancen wesentlich erhöhen, den Standort Eibiswald-Wies zu den größeren Wirtschaftsstandorten der Region aufzuschließen.

Mit der Verlängerung der Eisenbahn würde der Standort Eibiswald zusätzlich stark aufgewertet werden. Es ist ein längerfristiges Ziel, das aber gut vorbereitet werden muss. Einige Meilensteine sind ja bereits gelungen. Nach Inbetriebnahme der Koralmbahn ist eine ½-stündige Vertaktung geplant. Dies ermöglicht der Arbeitnehmerin, dem Arbeitnehmer und dem Lehrling, weiter entfernt gelegene Arbeitsplätze anzunehmen, da sie öffentlich, und in kürzeren Zeitabständen erreicht werden können. Das wird sich auch auf den Berufsschulstandort Eibiswald positiv auswirken, den es unbedingt gilt zu sichern.

Damit die bestehenden Unternehmen in Wirtschaft und Tourismus aber gesichert werden können, bedarf es einer Neuorientierung der Wertschätzung. Wir können nicht nur über neue Betriebsansiedelungen nachdenken, sondern müssen uns auch für die bestehenden Betriebe voll und ganz einsetzen und hinter ihnen stehen. Dies gilt besonders bei Vergabe von öffentlichen Aufträgen.

LANDWIRTSCHAFT und TOURISMUS besser verknüpfen.

Der Tourismus ist abhängig von einer gepflegten Landschaft. Dies ermöglichen unsere fleißigen, kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betriebe. Eine engere Zusammenarbeit soll die touristische Entwicklung fördern und die bäuerlichen Betriebe sichern. Derzeit sind laut Tourismusgesetz zwar Selbstvermarkter, aber kaum bäuerliche Betriebe vertreten. Diese gehören unbedingt eingebunden. Bei gemeinsamen, nachhaltigen Projekten soll es als Belohnung größere öffentliche Unterstützung geben (zB. für Hofzufahrtswege, Urlaub am Bauernhof usw.)

MOBILITÄT gewährleisten.

Für die so wichtige Straßenerhaltung in allen Ortsteilen muss ein Gesamtkonzept erstellt werden, welches ein planmäßiges Erhalten und Erneuern möglich macht. Vor ca. 40 Jahren wurden so viele Straßen gebaut und in die Öffentliche Hand übernommen. Damals konnte man sich das leisten. Es kann nicht sein, dass wir sie jetzt nicht mehr erhalten können. Die Straße ist eine wichtige Lebensader, damit Eibiswald näher zu den Bildungszentren und Arbeitsmärkten rückt, aber auch, damit die Jungbauern und Jungbäuerinnen nicht resignieren und ihre Hofstellen weiter bewirtschaften. Es geht aber auch um den Ausbau von Überholspuren an der B76 (Eibiswald-DL-A2-Graz) und der B74/L303 (Eibiswald-Gleinstätten-Preding-Wildon-A9-Graz), welchen wir beim Land einfordern wollen.

Eine enorm wichtige Maßnahme ist aber der Ausbau der Öffentlichen Mobilität. Kurzfristig, durch die rasche Einführung von zusätzlich neuer Ruf-Kleinbuslinien in alle Ortsteile, und langfristig, durch die Verlängerung der Eisenbahn bis Eibiswald und eine neue Bus-Verbindung vom neuen Bahnknoten Eibiswald zum Bahnknoten Ehrenhausen. Damit soll in Zukunft pro Familie ein Auto eingespart werden können! Zu den Ruf-Kleinbuslinien wurde ja bereits ein Projekt genehmigt und wird demnächst umgesetzt. Langfristig ist es aber auch hier das Ziel, dass auch Pendler davon profitieren.

Auf die Verkehrssicherheit muss vor allem vor Schulen und Kindergärten größtes Augenmerk gelegt werden. Es kann nicht sein, dass sich Eltern fürchten müssen, dass ihre Kinder nicht gesund in den Kindergarten – in die Schule und auch wieder nachhause kommen.

BILDUNG neu überdenken.

Die Kinderbildung und –Betreuung muss verbessert werden. Man könnte sich da am Kinderhaus Frauental orientieren, welches es geschafft hat, das Kind und seine individuellen Entwicklungsmöglichkeiten in den Mittelpunkt zu stellen und Groß und Klein unter einem Dach zu bringen. In dieser altersgemischten Form (Kleinkinder, Kindergartenkinder und Schulkinder), ist die Betreuung des Kindes über viele Jahre in derselben Einrichtung möglich und können Geschwister die Zeit gemeinsam verbringen.

Neben der normalen Schulform sollte zusätzlich die Ganztagsschule in verschränkter Form ins Auge gefasst werden. Ganztagsschulen mit guter Betreuungsqualität verbessern nachweislich die Bildungschancen aller. Am besten wäre eine Ganztagsschule, in denen Unterricht, Üben, Sport und Freizeit über den ganzen Tag verteilt sind. Es sollte ein qualitativ hochwertiges Angebot mit fachlich guter Betreuung, passenden Räumen, kindgerechter Freizeitgestaltung und kindgerechtem Mittagessen sein. Eine Umsetzung würde die Situation vieler Familien in Eibiswald verbessern und sich positiv auf die geänderten Arbeitsmarktchancen auswirken. Womöglich braucht man hier eine Kooperation mit einer Nachbargemeinde, um dieses Angebot zu starten.

Zu diesem neuen Kinder- und Schülerangebot gehört auch eine Optimierung des Schülertransportes. Es kann unmöglich sein, dass Kinder so früh aufstehen müssen, um dann bis zu einer Stunde auf den Schulbeginn zu warten. Auch muss durch Kontrollen gewährleistet sein, dass nicht mehr Kinder in einem Bus darinnen sitzen, als erlaubt.

Den Erwachsenen fehlen meist nur die Informationen über die Bildungsangebote. Der Breitbandausbau, eine schnelle Internetanbindung, ist aber eine wichtige Maßnahme, um die immer größeren Möglichkeiten der digitalen Bildungsangebote nutzen zu können.

LEISTBARES WOHNEN unterstützen und fördern.

Ein wesentlicher Teil zur Steigerung der Lebensqualität ist aber auch das leistbare Wohnen. Dazu gehören Starterwohnungen für Jugend und Jungfamilien, betreutes Wohnen und der soziale Wohnbau für einkommensschwächere Personen. Dazu wird es seitens der Gemeinde notwendig sein, Bauland für den sozialen Wohnbau, aber auch für attraktive Bauplätze für Eigenheime zu mobilisieren. Für das betreute Wohnen sollen leerstehende gemeindeeigene Objekte vorrangig herangezogen werden.

SCHWÄCHEREN helfen.

Immer mehr Leistungen werden auf digital umgestellt. Dabei wird die Generation 60+ total vergessen. Deshalb sollte die Gemeinde für diese Bevölkerungsgruppe eine mobile Verwaltung einführen, d.h. die Verwaltung kommt ins Haus. Da es für Gebühren und Abgaben keine Sozialstaffelungen geben darf, bedarf es der Einführung eines Sozialfonds in der Gemeinde. Dieser sollte auch alle Maßnahmen unterstützen, die zur Förderung der Gesundheit, der Bildung und der Kinderbetreuung sozial notwendig sind.

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