Öffentliche Mobilität als Motivator gegen die Abwanderung.

Die Region Südweststeiermark                  macht mobil.

Bundesrat Hubert Koller zeigt sich hocherfreut über die Entwicklung der „Öffentlichen Mobilität“ in der Region Südweststeiermark. Bereits mit Jänner 2018 könnte das Konzept „MOBIL Südwest“ umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um die Aufschließung aller Ortsteile der Gemeinden der Bezirke Deutschlandsberg und Leibnitz mit einem einheitlichen, öffentlichen Ruf-Sammeltaxisystem, zusätzlich zu den GKB-Linien. Das Land unterstützt diese Maßnahmen mit einer eigenen MIKRO-ÖV-Förderung, abhängig von der Steuerkraftquote der Gemeinde. Im Landesbudget sind 1,5 Mio. Euro pro Jahr vorgesehen.

Koller gilt als Kämpfer für die flächendeckende „öffentliche Mobilität“. Als ehemaliger Sobother Bürgermeister weiß er um die Nachteile fehlender, öffentlicher Verbindungen abseits der Zentren. „Öffentliche Mobilität ist ein wichtiger Faktor zur Stärkung des Ländlichen Raumes und wirkt der Abwanderung entgegen. Außerdem spart sie Geld für die Familien und räumt Benachteiligungen aus. Egal ob zum Musikunterricht, zum Sportplatz, zum Einkauf, zum Arzt oder Apotheker, zum Arbeitsplatz, zu den Freizeiteinrichtungen, zum Gasthaus oder Buschenschank oder als Tourist zum Beherberger oder Ausflugsziel. Die Einsparung eines Zweitautos könnte damit Realität werden“, schwärmt Koller.

Die Koralmbahn als Wirtschaftsmotor.

Die Koralmbahn soll voraussichtlich 2023 in Betrieb gehen. Die Bauarbeiten gehen zügig voran. „Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn erhöhen sich die Chancen für neue Wirtschaftsräume entlang der Bahnstrecke. Das ermöglicht hochwertige Arbeitsplätze in zumutbarer Nähe. Eine eigene Gesellschaft der betroffenen Gemeinden und des Regionalmanagements Südweststeiermark versucht optimale Bedingungen für den Wirtschaftsstandort Laßnitztal zu erreichen und aktiv mitzugestalten. Ohne diese neuen Arbeitsplätze kann die Abwanderung aus der Peripherie nicht gestoppt werden. Deshalb sehe ich diese Gelder der Gemeinden und des Landes als eine wichtige Investition in die Zukunft“, meint Koller und dankt damit dem zuständigen Landesrat Anton Lang für dessen Initiativen.

Einige Gemeinden bereits am Puls der Zeit.

Einige Gemeinden gelten als Vorreiter. Das Weinlandtaxi macht die Südsteirische Weinstraße schon lange zu einem öffentlich zugänglichen Vergnügen. Aber auch Eibiswald zeigt mit dem „Eibiswalder Sammelbus“ zukunftsweisende Ansätze. Derzeit noch eingegrenzt auf zwei Tage soll durch das Konzept „MOBIL Südwest“ in Zukunft die ganze Woche abgedeckt werden. „Erst dann kann der volle Nutzen daraus gezogen werden und das Öffentliche Verkehrsnetz wird seine Besucherzahlen enorm steigern“, ist sich Koller sicher. „Das zeigt ja bereits der Zulauf zur S-Bahn deutlich auf“.

Öffentlicher Verkehr als Investition in die Zukunft.

Mit der Beauftragung des Konzeptes wurden beinahe 240.000 Euro in die Hand genommen. Alle Gemeinden der beiden Bezirke stehen voll dahinter. Bestehende Modelle sollen integriert werden. „Entscheidend für eine optimale Nutzung durch die Bevölkerung wird aber das tägliche Angebot und ein moderater Preis sein. Die Kostenfaktoren sind vor allem die tägliche Verfügbarkeit und die Weite des Versorgungsgebietes. Diese Entscheidung liegt aber bei jeder einzelnen Gemeinde und sollte wohl überlegt sein“, so Koller.

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